| Wir sind gern auf Reisen: Wir leben noch - und zwar ganz gut !! Der Hinflug nach Bangkok hat sehr gut geklappt, wir sind relativ fertig in unserem Hotel gelandet. Nach einer kurzen Ruhepause haben wir uns die Stadt angeguckt - was man so in ein paar Stunden erledigen kann: einige Tempel, ein NAchtmarkt - ein paar Erfahrungen reicher... Eine Tuktuk Fahrt fuer nur 10 Bath (25 cent), die sich dann als Shoppingtour von Geschaeft zu Geschaeft entpuppte - der Fahrer erhielt pro Kunden provision und fand das wichtiger, als unsere Ziele anzusteuern. Wir sind einfach ausgestiegen und zu Fuss zurueck marschiert, was sich natuerlich als sehr abenteuerlich und viel interessanter entpuppte - mitten in einer uns fremden Stadt umgeben von vielen Menschen aus allen asiatischen Himmelsrichtungen. Am naechsten Morgen mussten wir wieder frueh aufstehen, es ging dann zum Flughafen (Flug nach Chian Rai) und weiter per Auto an die Laotische Grenze. Der Grenzuebertritt war aeusserst abenteuerlich, es ging per Langboot ueber den Mekong in die Stadt Houay Xia. Das Boot war sehr schmal und unser Gepaeck sehr schwer. Unser Laotischer Guide war natuerlich nicht da - wir haben trotzdem unser Hotel gefunden - einfachst aber stilvoll und sauber. Der Gastwirt war sehr nett, er hat fuenf Jahre in Frankreich gelebt, war schon in Holland, Belgien,... Nun haben wir zwei schoene Tage Bootstour auf dem Mekong hinter uns - sehr entspannend. Das Boot hatte eine Bar, bequeme Stuehle, ein richtiges Klo und Vollpension. Neben uns an Bord waren 4 Daenen, ein Brite, ein Singapornese und 30 Franzosen (die uns fast wie 60 vorkamen). Unterwegs haben wir im Ort Pakbeng uebernachtet. Das ein-Sterne Hotel entpuppte sich als sehr schoenes Haus im laotischen Stil. Heute sind wir in Luang Prabang angekommen - dem touristischen Hauptziel Laos. Auf den ersten BLick eine wunderschoene Stadt mit sehr vielen Kolonialbauten (wie unser Hotel auch) und buddhistischen Tempeln. Die Stadt ist sicherlich nicht umsonst Weltkulturerbe der UNESCO. Hier werden wir die naechsten 4 Naechte verbringen. Typisch fuer Asien ist, dass unser lokaler Guide (spricht fliessend Deutsch) erst einmal unser Tourprogramm haben wollte, damit er weiss, wie er uns die naechsten Tage gestalten soll. Alles ist wie immer in Asien. Was auch schoen ist - keiner von uns ist krank geworden ! Das Wetter ist fantastisch und nicht zu heiss, bis auf Bangkok kommen wir ohne Klimaanlage aus, manchmal ist sogar abends ein Jaeckchen erfoderlich. Das wird sich spaetestens in 4 Tagen aendern, dann fahren wir in das Tiefland von Laos (eventuell 38 Grad !?!). Genauso gut wie das Wetter ist das Essen. Die laotische / thailaendische Kueche ist sehr geschmackvoll. |
Wir sind heute auf Koh
Samui angekommen und geniessen die
angenehmen 25-30 Grad und dass wir hier
mal ein paar Tage kein Programm haben. Unsere letzten paar Tage haben wir im Sueden von Laos verbracht. Das groesste Abenteuer ueberhaupt war der Flug dorthin. Ein Inlandsflug von Vientiane nach Paxe mit einer ca 40 Jahre alten russischen Yak 7-100 von Lao Aviation. Spaeter haben wir im Reisefueherer gelesen, dass von Fluegen mit diesen Maschinen dringends abgeraten wird! Aber es ging reibungslos, aber mit viel Herzklopfen. Die naechsten Tage war der Mekong unser Reisebegleiter, per Boot und auf Inseln im Mekong. Landschaftlich sehr schoen, die Hotels waren teilweise einfach bis sehr einfach. Inklusive Stromausfall, das bedeutet keine Klimaanlage, bzw. Ventilator bei 35 Grad. Das war ein echter Aprilscherz. Dann ging es per Nachtzug zurueck nach Bangkok. Voellig unkompliziert im klimatisierten Schalfwagen. Nun erholen wir uns auf der schoenen Tropeninsel Koh Samui. Das Hotel gefaellt uns sehr gut, genau richtig, um auszuspannen und fuer den naechsten Teil der Reise Kraefte zu sammeln! Denn am 10. April geht es weiter nach Kambodscha. Viele Gruesse Katharina und Michael Wir haben gestern Koh Samui verlassen. Allmaehlich wurden wir schon braesig im Kopf vor so viel Nichtstun. Einen Tag haben wir uns aufgerafft und haben einen Schnorchelausflug gemacht. Ansonsten haben wir 5 Buecher eingeatmet (verschlungen). Wir haben auf jeden Fall Kraft geschoepft fuer neue Unternehmungen. Heute haben wir eine Citytour durch Phnom Phen gemacht. Kamboscha ist immer noch ein Koenigreich und diesen Koenig haben wir sogar zu Gesicht bekommen. Die Silberpagode, die zum Palast gehoert und der Oeffentlichkeit zugaenglich ist, ist ueber und ueber mit goldenen Buddhafiguren mit 5 karaetigen Diamanten und Jadesteinen bestueckt - sehr beeinduckend! Wir wundern uns darueber, dass es sogar hier relativ viele Touristen gibt - natuerlich viele Deutsche. Unser Reisefuehrer spricht hervorragend Deutsch, er ist in der DDR zum Automechaniker ausgebildet worden und hat bei Wartburg Autos gebaut. Das menschenmordende Pol Pot System ist immer noch in den Koepfen der Menschen, alle haben viele Verwandte verloren. Die Eltern unseres Reisefuehrers sind ebenfalls von den Roten Khmer umgebracht worden. Etwas vergleichbares hat es nur unter Hitler gegeben! Jetzt herrscht immer noch Korruption vor. Gelder der Entwicklungshilfe versickern in den Taschen von Beamten. Die Strassen der Hauptstadt sind in einem unglaublich schlechten Zustand, viele noch gar nicht geteert. Ansonsten ist Phnom Phen mit seinen immerhin 2Mio Einwohnern eine ziemlich ruhige Hauptstadt - verglichen mit Bangkok. Das Stadtbild ist vor allem gepraegt durch Bauten aus der franzoesischen Kolonialzeit. Allerdings blaettert ueberall der Putz, wenn noch vorhanden. Kambodscha ist uebrigens ausgesprochen teuer. Oft stimmen Preis und Leistung nicht ueberein. Die Hauptwaehrung ist der US$ und nicht der Riel (hiesige Waehrung). In der Mittagspause haben wir uns 2 Stunden nach traditioneller Thai Massage durchkneten lassen. Ich dacht immer es sei ein Geruecht, dass die Masseurin zwischendurch auf dem Ruecken des PAtienten herumspaziert - jetzt weiss ich es besser. Aber es war wirklich herrlich ! Michael meint, dass die Kambodschanerinnen wirklich die schoensten Frauen Asiens sind - Wo gibt es die schoensten Maenner? Ich muss mal mit Angela sprechen. Morgen geht es in die Umgegend von Phnom Phen und uebermorgen dann weiter nach Battambang. Dafuer benoetigen wir einen Landrover... Am 14.4.02 ist uebrigens das buddhistische Neujahrsfest. Das ganze Land wird feiern und wir mittendrin! |
Leider gehen nun unsere
herrlichen fuenf Wochen (!!) Urlaub dem
Ende entgegen. Aber zum Schluss erleben
wir noch einen weiteren Hoehepunkt -
Angkor Wat - die groesste Tempelanage der
Welt. Ca. 45km2 gross, sie zaehlt zu
recht als das siebte Weltwunder der
Neuzeit ! So schoen die Tempel hier sind werden wir doch bei ueber 38 Grad langsam gar gekocht (well done). Da empfindet man die abendliche Abkuehlung auf 30 Grad als angenehm kuehl. Jammern hilft nicht, wir wollten es so. Zum Glueck hat unser schoenes Hotel einen herrlichen Pool, in den man am Ende des Tages springen kann. Unsere letzte Etappe in Kambodscha begann am 10.4. nach einem 6 taegigen Badeuraub auf Koh Samui. Dort haben wir nur BSE gemacht (Baden - Schlafen - Essen), von einer ganztaegigen Schnorcheltour einmal abgesehen. Phnom Penh ist eine gemuetliche Hauptstadt im franzoesischen Kolonialstil erbaut. U.a. sind wir bei bruetender Hitze (ca. 40 Grad) mit einem Schnelboot durch Kanaele in Reisfeldern gebraust, ca. 50km/h., um die alte Hauptstadt Kambodschas an der Grenze zu Vietnam zu besuchen. Dabei wird schon mal gelegentlich ein Wasserbueffel gerammt. Ging aber immer fuer Mensch und Tier glimpflich aus. Dann ging es ueber Land (320 km) nach Battambang, im Westen von Kambodscha. Diese Fahrt dauerte 11 Stunden, fuer die Beschreibung der Strasse fehlen einem die Worte... (die eigentliche Strasse war so schlecht, dass man lieber rechts oder links davon fuhr). In Battambang haben wir das kambodschanische Neujahrsfest erlebt. Drei Tage Feiern in Tempeln und Pagoden mit tausenden freundlichen und lustigen Kambodschanern. In dieser Ecke sind selten Touristen, deshalb waren wir oft die einzigen "Langnasen". Von Battambang ging es dann mit drei verschiedenen Booten nach Siem Reap (Angkor). Zuerst auf einem ganz kleinen Boot, dass mit 12 Leuten uebersetzt war (immer einen halben Meter unter der Wasserlinie...das Boot konnte sich nur durch die rasende Geschwindigkeit ueber Wasser halten). Die Flussbiegungen waren so schmal, dass man nur hoffen konnte, dass einem keiner entgegen kam. Naturlich gab es kein Verdeck, so wurde man wieder gegrilt. Nach 2 Stunden stiegen wir auf ein Schnellboot um, dass den Namen "Schnellboot" zu recht verdiehnt. Mit ca. 60-70 km/h ging es den Fluss weiter hinab auf den Tonle Sap See. Wir lagen auf dem Dach des Bootes, die Kurvenfahrten war dort wie eine Achterbahnfahrt. Nur in den Doerfer am Rande des Flusses wurde gebremst, sonst waeren bestimmt alle Hausboote gekentert. Dann wurde auf einen rostigen alten Kahn umgestiegen, der See war jetzt zu flach fuer das Schnellboot (wir haben auch zweimal aufgesetzt). Wie schon am Anfang erwaehnt: in Angkor Wat gibt es Tempel satt ! Die Anlagen entstanden zwischen dem 8. - 13. Jhd. Die Ausdrucksstaerke der Reliefs, Skulpturen und Gebaude ist ueberwaeltigend ! Und dies in der grossartigen Dschungellandschaft ! - Wenn nur die Hitze nicht waere... Heute Nachmittag gab es ploetzlich ein Gewitter und eine Abkuehlung auf kalte 25Grad (brrrr, klapper...). Mal sehen, was uns am Samstag in Hamburg erwartet. Viele Gruesse senden Katharina und Michael Weitere Reiseberichte bekommt ihr von uns
persönlich!
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Wo steht Michael Zurück |
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